Finanzplatz Liechtenstein: Vom Bewähren ins Bewegen

In wenigen Tagen schon gehört 2022 der Vergangenheit an. Was jedoch bleibt, ist die internationale Anerkennung der guten Arbeit, die Liechtenstein und seine Finanzplatzakteure kontinuierlich leisten.

Globale Krisen, daraus resultierende Staatsverschuldungen und steigende Inflation belasten die Weltwirtschaft. Liechtenstein kann nichtsdestotrotz auf politische und wirtschaftliche Stabilität zählen und mit einer breit aufgestellten Wirtschaft, Schuldenfreiheit sowie Rechtssicherheit auftrumpfen. Dieser Umstand ist aber alles andere als selbstverständlich.

Stark, beständig und aktiv

Die renommierte Ratingagentur Standard & Poor’s bewertet halbjährlich die Kreditwürdigkeit bzw. Zahlungsfähigkeit von Staaten und hat das wertvolle AAA-Länderrating mit stabilem Ausblick von Liechtenstein 2022 im November erneut bestätigt. Schaut man sich jedoch an, wem sonst noch diese Bestnote verliehen wurde, sind es lediglich deren zehn weitere Staaten, darunter die Schweiz und Deutschland. Entsprechend ist dieses Prädikat für in- und ausländische Investoren und Kunden des Finanzplatzes ein wichtiger Indikator, wird damit dessen Glaubwürdigkeit und Attraktivität noch zusätzlich unterstrichen.

Weiter nahm Standard & Poor’s in einer gesonderten Risikobeurteilung den Bankensektor unter die Lupe und beurteilte die liechtensteinischen Banken dabei als widerstands- und wettbewerbsfähig und den rechtlichen Rahmen als wirksam, flexibel und transparent. Spezielle Erwähnung fanden die Anstrengungen der letzten Jahre im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Letzteres wird ebenso vom Expertenauschuss des Europarates gewürdigt: Liechtenstein rangiert in seinem diesjährigen Bericht über die Massnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung unter den Top 5 Europas. Zudem hat das Global Forum der OECD im November mit der Vergabe der Höchstnote bestätigt, dass Liechtenstein im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerdelikte den automatischen Informationsaustausch vollumfänglich umsetzt.

Die Nase vorne

Beifall erhielt in diesem Jahr zudem der Philanthropiestandort Liechtenstein. Erstmals im Rahmen des Global Philanthropy Environment Index-Rating (GPEI) bewertet, wurde Liechtenstein auf Anhieb zum weltweit attraktivsten Standort für philanthropisches Engagement und gemeinnützige Stiftungen gekürt. Ausschlaggebende Kriterien waren die regulatorischen, politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Rahmenbedingungen für Philanthropie. Ferner wurde der Frage nachgegangen, wie leicht es Stiftungen und Philanthropen gemacht wird, sich sowohl im eigenen Land als auch international zu engagieren. Auf einer Skala von 1 bis 5 wurde Liechtenstein mit 4,91 bewertet und liegt damit vor Norwegen, der Schweiz (je 4,83) sowie Deutschland (4,78).

Finanzplatzkommunikation nimmt Fahrt auf

Auch der seit 2020 operative Verein Liechtenstein Finance e.V. blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit Print- und Event-Kooperationen in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz trug er in klassischen wie auch Online-Kanälen die Stärken und Initiativen von Land und Finanzplatz gezielt nach aussen, um die Positionierung und Wahrnehmung des Finanzplatzes als der Lösungsanbieter schlechthin für sämtliche Finanzdienstleistungen voranzutreiben. Die positive Resonanz zeigt denn auch, dass der Finanzplatz Liechtenstein zunehmend auf Interesse stösst und mit seinen zahlreichen, im Ausland oft nicht bekannten, (Standort-)Vorteilen überrascht.

Diese erfreuliche Entwicklung und die internationalen Anerkennungen zeugen vom hohen Engagement von Land und sämtlichen Finanzplatzakteuren, einen rechtskonformen und gleichwohl liberalen, innovativen und zukunftsgerichteten Finanzplatz zu schaffen, der für Generationen denkt und handelt.

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