Banken in Liechtenstein

Liechtenstein verfügt über einen stabilen und weltoffenen Bankenplatz. Mit seiner hohen Innovationsfähigkeit leistet er einen wertvollen Beitrag zur nötigen Transformation der globalen Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit. Die Liechtensteinischen Banken gehören zu den weltweit am besten kapitalisierten Instituten und fokussieren auf Private Banking und Wealth Management.

Der international aufgestellte Bankensektor spielt eine tragende Rolle am Finanzplatz Liechtenstein und ist auch volkswirtschaftlich von grosser Bedeutung. Die Banken konzentrieren sich traditionellerweise auf das Private Banking sowie das internationale Wealth Management und verzichten auf das risikoreiche Investment Banking. Mit seinem generationsübergreifenden Ansatz und der einzigartigen Verbindung aus Tradition, Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit bietet der Bankenplatz seiner anspruchsvollen, internationalen Kundschaft hochwertige Finanzdienstleistungen an. Dank der Zugehörigkeit Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) geniessen die Banken die volle Dienstleistungsfreiheit im gesamten Europäischen Binnenmarkt. Einige Banken sind zusätzlich ausserhalb Europas, insbesondere in Asien, tätig.

Die 11 Banken (Liechtensteiner Banken inkl. ausländischer Gruppengesellschaften) verwalteten per Dezember 2023 Kundenvermögen in der Höhe von CHF 439 Mrd. Davon entfallen CHF 191,1 Mrd. resp. 43,5% auf die Banken in Liechtenstein. Der Netto-Neugeldzufluss der Liechtensteiner Banken inklusive ausländischer Gruppengesellschaften (inkl. getätigte Übernahmen) betrug 2023rund CHF 30,9 Mrd. (davon CHF 4,7 Mrd. in Liechtenstein).

Die Bilanzsumme der Liechtensteiner Banken inkl. ausländischer  Gruppengesellschaften betrug per Ende 2023 CHF 102,6 Mrd. (davon CHF 81,5 Mrd. in Liechtenstein). Die Zahl der teilzeitbereinigten Stellen bei Liechtensteiner Banken (ohne ausländische Gruppengesellschaften) belief sich auf 3’143.

Die CET1-Kapitalquote auf Einzelbank-Ebene (ohne ausländische Gruppengesellschaften) lag Ende 2023 bei 21,8%. Damit gehören die Liechtensteinischen Banken weltweit zu den am besten kapitalisierten Instituten. Dies bietet Gewähr für einen stabilen Finanzplatz und Sicherheit für die Bankkunden. Das Banking Industry Country Risk Assessment (BICRA) von Standard & Poor’s stuft den Bankensektor in Liechtenstein denn auch in die Gruppe 2 ein, d.h. Liechtenstein zählt zu den Ländern mit dem geringsten Risiko im Bankensektor.

Die liechtensteinischen Banken unterstützen die Massnahmen der Regierung zur internationalen Standardkonformität in Steuerfragen sowie zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und Korruption vollumfänglich und verfolgen konsequent eine Null-Toleranz-Politik. Sie fördern zudem die Entwicklung zukunftsgerichteter Produkte und Geschäftsmodelle, die dem hohen Verantwortungsbewusstsein der Kunden gegenüber Gesellschaft und Umwelt gerecht werden.

Die Banktätigkeit im Generellen und das Private Banking und Wealth Management im Speziellen wird in Liechtenstein durch eine Reihe von Gesetzen geregelt. Aufgrund der EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins gelten für die liechtensteinischen Banken die gleichen regulatorischen Vorgaben wie für andere Banken aus dem EU-Raum. Für die Beaufsichtigung der Banken ist die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) zuständig.