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Liechtenstein Finance: Finance Talk in Wien

Bereits zum sechsten Mal luden Liechtenstein Finance und Die Presse zum Finance Talk in Wien.

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Wie finanziert Europa seine Zukunft, und welche Rolle spielen dabei die Finanzmärkte? Diese Kernfragen diskutierte Liechtensteins Wirtschaftsminister Hubert Büchel mit Dr. Johannes Hahn, dem Präsidenten des Generalrats der Oesterreichischen Nationalbank auf Einladung von Liechtenstein Finance am 9. September in Wien.

Der Finance Talk von Liechtenstein Finance, der in Kooperation mit der österreichischen Tageszeitung Die Presse jährlich in Wien stattfindet, widmete sich diese Mal dem Thema «Europas Zukunft braucht Kapital – Finanzmärkte als Schlüssel zum Wachstum».

Eröffnet von Stephan Agnolazza, Vorstandsmitglied Liechtenstein Finance, und moderiert von Wirtschaftsjournalistin Eva Komarek diskutierte Hubert Büchel mit Dr. Johannes Hahn einerseits die Schlüsselrolle von Finanzmärkten bei der Bewältigung drängender europäischer Zukunftsaufgaben und andererseits, wie Finanzmärkte die Brücke zwischen Kapitalbedarf und Kapital schlagen und damit innovativen Unternehmen den Zugang zu Investoren vereinfachen können.

Zur Eröffnung der Diskussion betonte Dr. Hahn, dass in einer Zeit, in der die Volatilität zur neuen Normalität zu werden scheine, gerade die Verlässlichkeit und Berechenbarkeit von Europa als Handelspartner geschätzt werde und das Bedürfnis nach einer regelbasierten Weltordnung unterstreiche. Hubert Büchel zeigte vor diesem Hintergrund die Herausforderungen für Unternehmen auf: «Die liechtensteinische Wirtschaft ist breit aufgestellt und durch die internationale Ausrichtung agil und innovationsstark». Umso wichtiger sei es, dass Europa mit seinem hohen Forschungs- und Innovationspotential noch weiter zusammenrücke und seine Wettbewerbsfähigkeit durch die Freisetzung von Kapital stärke.

Die beiden Panelisten waren sich denn auch einig, dass der Staat zwar verlässliche Rahmenbedingungen schaffen müsse, es aber letztlich Aufgabe der Finanzmärkte sei, privates Sparkapital für die Innovationsfinanzierung zu mobilisieren und in europäische Zukunftsprojekte und Start-Ups zu lenken. «Der europäische Binnenmarkt ist zurzeit fragmentiert, eine Harmonisierung des Kapitalmarktes daher erstrebenswert», so Dr. Hahn.
Hubert Büchel ergänzte, dass auch flankierende Massnahmen wie etwa Finanzbildung in jungen Jahren die Bereitschaft der Bevölkerung erhöhen könne, ihr Geld zu investieren und damit dringend benötigtes Kapital freizusetzen. Grundvoraussetzung hierfür sei das Vertrauen in die Finanzmärkte. «Liechtenstein ist zwar ein Kleinstaat, kann aber genau wegen seiner Kleinheit wichtige Themen direkt angehen und auch eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es darum geht, Unternehmen und Kapital zusammenzubringen.»

Der Abend bot viel Raum für angeregte Diskussionen zwischen den Gästen und liechtensteinischen Vertretern zur zukünftigen Finanzierung Europas. «Es freut mich sehr, dass der «Finance Talk» in Wien eine feste Grösse geworden ist. Gemeinsam mit der Traditionszeitung Die Presse haben wir ein hochkarätiges Format etabliert, das Finanzinteressierten topaktuelle Themen näherbringt», hält Simon Tribelhorn, Vizepräsident von Liechtenstein Finance fest.

Bildrechte: @rolandrudolph

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