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IWF revidiert Wirtschaftsprognose für Liechtenstein nach oben

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am 13. Oktober 2026 ein Update des World Economic Outlook veröffentlicht.

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In dieser Publikation bewertet der IWF halbjährlich die Wirtschaftslage auf der Welt und in allen IWF-Mitgliedsländern. Generell sieht der Währungsfonds die Weltwirtschaft dabei als widerstandsfähiger an, als angesichts der vielen aktuellen Herausforderungen noch im Frühjahr erwartet wurde.

Auch für Liechtenstein hat der IWF seine Wirtschaftsprognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigiert: Dem Land wird für 2026 ein reales Wirtschaftswachstum von rund 1% vorausgesagt, nachdem im Frühjahr noch von einem negativen Wachstum von -0.4% ausgegangen wurde. Auch die Arbeitslosenquote liegt mit geschätzten 2.3% im Jahresdurchschnitt international gesehen tief, aber für Liechtenstein höher als in den Vorjahren und bildet damit auch die anhaltenden Herausforderungen ab.

Noch im April 2026 hatte der IWF für Liechtenstein angesichts der global herausfordernden Lage ein real leicht sinkendes Wirtschaftswachstum prognostiziert. Der Grund für diese Rezessionserwartung war insbesondere der Ausbruch des Kriegs im Iran, der negative Auswirkungen für die Weltwirtschaft und damit für Liechtensteins stark exportorientierte Volkswirtschaft erwarten liess. Die Inflation im CHF-Raum wird mit 0.6% im Jahresdurchschnitt tief erwartet.

In diese Bewertung des IWF fliessen sowohl die kurzfristige Entwicklung wie auch strukturelle Faktoren ein. Bereits im Frühjahr bestätigte der IWF dabei, dass die strukturellen Faktoren der Volkswirtschaft in Liechtenstein ein positiveres Bild zeigen. Nun zeigen auch die neuesten Konjunkturzahlen zu Liechtenstein erste Stabilisierungstendenzen, wie auch in der Verbesserung des Konjunkturindex KonSens des Liechtenstein-Instituts und der letzten Konjunkturumfrage des Amts für Statistik für das zweite Quartal sichtbar wurde.

Zusammenfassend gilt die liechtensteinische Volkswirtschaft trotz anhaltend grossen Herausforderungen als resilient. Mittelfristig prognostiziert der IWF dem Land ein höheres Wachstumspotenzial von real 1.5%.

Global gesehen erwartet der IWF für das laufende Jahr ein im Durchschnitt eher moderates Wirtschaftswachstum von 3% und prognostiziert für die kommenden Jahre einen nur leichten Aufschwung. Besonders warnt der Währungsfonds vor der grossen Unsicherheit und den negativen Auswirkungen der andauernden Kriege in der Ukraine und im Iran, insbesondere in Bezug auf die globale Verfügbarkeit und die Kosten von Energie. Positiver sieht der IWF die Entwicklungen durch Künstliche Intelligenz und den boomenden Technologiesektor, welcher eine Vielzahl von Chancen biete.

Bei der Vornahme dieser Prognosen für Liechtenstein stellt der IWF sowohl auf Daten des Landes als auch auf eigene Berechnungen und Einschätzungen ab. Durch die laufenden Arbeiten zur Verbesserung und zum Ausbau der makroökonomischen Statistiken zu Liechtenstein unter der Leitung des Amts für Statistik sollen in Zukunft mehr und zeitnähere Daten zu Liechtenstein für diese international stark wahrgenommenen Prognosen zur Verfügung stehen