Liechtensteiner Fonds verwalten 100 Milliarden Franken

Liechtensteinische Fonds haben per Ende 2023 insgesamt 100,15 Milliarden Franken an Nettovermögen verwaltet. Das ist eine Steigerung um 44,5 Prozent gegenüber 2022. Die Zahl der Fonds sank 2023 auf 547 gegen 561 zum Vorjahrsende.

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat eine Broschüre zur Entwicklung des 2. Halbjahrs 2023 am Fondsstandort Liechtenstein veröffentlicht.

Die Anzahl der liechtensteinischen Fonds ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, die verwalteten Vermögen sind jedoch gestiegen. Per 31. Dezember waren 547 Fonds verzeichnet, gegen 561 Fonds zum Ende 2022. Per 31. Dezember 2023 wurden in liechtensteinischen Fonds insgesamt 100,15 Milliarden Franken an Nettovermögen verwaltet.

Im Vergleich zum Jahresende 2022 verzeichnete der Fondsplatz einen Anstieg von 30,86 Milliarden Franken oder 44,5 Prozent. Das verwaltete Nettovermögen gilt als ein noch aussagekräftigerer Indikator für die wirtschaftliche Stärke als die Anzahl Fonds.

Liechtensteinische Fonds gliedern sich per 31. Dezember 2023 in 216 Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren (UCITS), elf Investmentunternehmen (IU) und 320 Alternative Investmentfonds (AIF). Die Anzahl der zugelassenen Gesellschaften für die Verwaltung von Fonds ist im Jahr 2023 gleichgeblieben. Zum 31. Dezember 2023 waren 18 Gesellschaften für die Verwaltung von Fonds zugelassen.

Per Ende 2023 boten neun liechtensteinische Verwaltungsgesellschaften (AIFM) ihre Dienstleistungen auch im Ausland an. Darunter fallen die Portfolioverwaltung, die Anlageberatung, administrative Tätigkeiten und Vertriebsaktivitäten. Insgesamt bestanden Notifikationen zur Erbringung von Dienstleistungen für 28 EWR-Mitgliedsstaaten. Umgekehrt waren 105 Verwaltungsgesellschaften aus 13 EWR-Mitgliedsstaaten in Liechtenstein vertreten.

Der Fondsplatz Liechtenstein hat sich in den letzten Jahren international derart etabliert, dass immer mehr Kunden den Weg nach Liechtenstein finden, was sich in der erfreulichen Entwicklung widerspiegelt. Seine zahlreichen Standortvorteile wie etwa EU-kompatible Fonds, eine kurze Time-to-Market oder ein hoher Anlegerschutz überzeugen. Zudem verstärken der Zugang zu den zwei Wirtschaftsräumen Schweiz und EWR die Stabilität des Landes noch weiter.

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