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Treffen der Wirtschaftsministerinnen und -minister deutschsprachiger Länder

Das jährliche Treffen der Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz fand in Zürich statt.

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Am Freitag, 27. Februar 2026, fand das jährliche Vierertreffen der Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz statt. Neben der Zusammenarbeit der vier deutschsprachigen Länder standen beim Treffen die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Umgang mit den aktuellen geoökonomischen und geopolitischen Entwicklungen im Zentrum.

Das jährliche Vierertreffen ist Teil eines vor fünfzig Jahren geschaffenen Formats zur Pflege und Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen der vier deutschsprachigen Nachbarländer. Es findet abwechslungsweise in einem der vier Staaten statt.

Gastgeber am 27. Februar in Zürich war Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Deutschland war durch Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, vertreten, Österreich durch Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, und Liechtenstein durch Hubert Büchel, Minister für Inneres, Wirtschaft und Sport.

Wirtschaftliche Resilienz in Zeiten globaler Unsicherheiten

Das zentrale aktuelle Themenfeld am diesjährigen Vierertreffen war die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der wirtschaftlichen Resilienz vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und der weltweiten Zunahme protektionistischer und industriepolitischer Massnahmen.

Die Wirtschaftsministerinnen und -minister tauschten sich über nationale Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Entlastung der Unternehmen aus. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit kommt einer verstärkten Wachstumsdynamik und Wettbewerbsfähigkeit eine besondere Bedeutung zu. Mögliche Massnahmen für dieses Ziel sind Bürokratieabbau, Deregulierung und die Beseitigung von Handelshemmnissen. Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit der vier deutschsprachigen Länder sowie die Beziehungen der Schweiz mit der EU.

Die Ministerinnen und Minister betonten die enge wirtschaftliche Verbundenheit ihrer Länder und die Bedeutung eines koordinierten Vorgehens im herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld. Hervorgehoben wurde auch die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit zur Erhöhung von Resilienz, Wertschöpfung, Produktivität und Innovationstätigkeit. Dabei betonten die Ministerinnen und Minister, dass europäische Massnahmen (insbesondere im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens) die eng verflochtenen europäischen Liefer- und Wertschöpfungsketten nicht beeinträchtigen dürfen.