Liechtenstein und Vietnam paraphieren Doppelbesteuerungsabkommen
Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des liechtensteinischen Netzes an Doppelbesteuerungsabkommen.
Am Freitag, 12. Juni 2026, hat die liechtensteinische Verhandlungsdelegation, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Steuerverwaltung und des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, die Verhandlungen mit Vietnam über ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen in Nha Trang erfolgreich abgeschlossen.
Das paraphierte DBA orientiert sich an internationalen Standards und berücksichtigt die Anforderungen des OECD/G20 BEPS-Projektes (Base Erosion and Profit Shifting) zur Verhinderung von Steuerverkürzung und Steuervermeidung im grenzüberschreitenden Kontext.
Das Abkommen regelt die Vermeidung der Doppelbesteuerung bei den Einkommenssteuern. Zur Förderung grenzüberschreitender Investitionen konnten für Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren reduzierte Quellensteuern vereinbart werden. Zur Lösung schwieriger Doppelbesteuerungsfälle sieht das Abkommen Bestimmungen über ein Verständigungsverfahren vor. Der Informationsaustausch richtet sich nach dem internationalen Standard.
Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des liechtensteinischen DBA-Netzes. Es erhöht die Rechtssicherheit bei Investitionen und stärkt die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und Vietnam.
Der Abkommenstext wird nach der Unterzeichnung veröffentlicht.