Was sind zweckbezogene Investitionen?
Zweckbezogene Investitionen erfreuen sich insbesondere in der Stiftungslandschaft zunehmender Beliebtheit und dienen als Oberbegriffe für die Bemühungen von Stiftungen, ihre Vermögensverwendung mit Kapitalinvestitionen in Einklang zu bringen. Zweckbezogene Investitionen sind Investitionen, die unmittelbar oder sehr eng mit dem Stiftungszweck verbunden sind und diesen durch die Art der Kapitalanlage direkt fördern. Im Allgemeinen akzeptieren diese Investitionen auch Renditen unterhalb des Marktdurchschnitts und erfolgen üblicherweise in Form von Darlehen, Garantien, Direktinvestitionen in Unternehmen und sogar Beteiligungen an Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds. Missionsbezogene Investitionen ermöglichen es, bestimmte regulatorische Hürden durch marktgerechte Renditen zu überwinden und zusätzlich den ökologischen und/oder sozialen Zweck der Stiftung durch die Art der Investition zu fördern. Dies trägt beispielsweise dazu bei, die Übereinstimmung zwischen institutionellem Selbstverständnis und Anlagepolitik zu gewährleisten, versteckte Reputationsrisiken zu vermeiden, das Risikomanagement durch die Einbeziehung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu erweitern und sogar Diversifizierungseffekte zu erzielen.