PrismaLife richtet seine Strategie auf Nachhaltigkeit aus

Beim Finance Forum Liechtenstein kommen am 1. September in Vaduz der Klimaforscher Levermann und PrismaLife-CEO Beitz zusammen. Sie diskutieren die Frage, inwieweit nachhaltige Kapitalanlagen zum Klimaschutz beitragen.

Im Workshop der PrismaLife AG zum Thema «Nachhaltige Kapitalanlage» beim Finance Forum Liechtenstein am 1. September geht es in Vaduz um die Fragen, wie Ökonomie und Klimaziele in Einklang zu bringen sind. Und auch, ob das 2-Grad Klimaziel ökonomisch effizient erreichbar ist. Auf dem Forum werden der Potsdamer Klimaforscher Professor Anders Levermann und PrismaLife-CEO Holger Beitz darüber öffentlich diskutieren.

Beide haben allerdings schon vorab ein, in der Medienmitteilung von PrismaLife dokumentiertes, Gespräch geführt. Beitz verwies auf eine Studie Levermanns, die aufgezeigt hat, «dass aus ökonomischer Sicht eine Begrenzung der maximalen Erderwärmung um 2 Grad Celsius den besten Ausgleich zwischen Klimaschutzkosten und Schäden durch den Klimawandel bringt.»  Levermann, Klimawissenschaftler am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und dem Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia University in New York, erklärte, dass für die Studie eine Simulation entwickelt wurde, die prüft, wie Kosten des Klimaschutzes einerseits und Klimaschäden andererseits das Wirtschaftswachstum direkt und indirekt beeinflussen. Levermann: «Versucht man den Ausgleich zwischen Schadenminimierung und Wachstumsmaximierung, gelangen wir relativ stabil zu einer Tolerierung von maximal 2 Grad Celsius Temperaturanstieg.» Die Studie «Paris Climate Agreement passes the cost-benefit test» ist in «Nature communications» 11/2020 publiziert worden.

Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass zwar auch der Einzelne versuchen müsse seinen «Klima-Fussabdruck» so gering wie möglich zu halten. Aber es komme darauf an, dass Politik und Wirtschaft bereit seien, an einem Strang zu ziehen. Für sein Unternehmen versicherte CEO Beitz: «Dass nachhaltiges Verhalten langfristig die richtige Strategie ist, treibt auch unser Geschäftsmodell an. Als Versicherer prüfen wir sehr genau, wo die entscheidenden Hebel sind, um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. In der Finanzwirtschaft ist dieser Hebel die Kapitalanlage.» Beitz: «Durch die Umstellung unserer Anlagen nach ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) reduzieren wir den CO2-Impact je 100’000 Euro Investment gegenüber dem bisherigen Anlageportfolio um rund 2,5 Tonnen.»

Auch im täglichen Geschäftsbetrieb setze PrismaLife auf Nachhaltigkeit, von Dienstreisen bis zum Papierverbrauch oder der Seife im Büro.

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