Liechtenstein – ein Finanzplatz für nachhaltige Vermögenssicherung

Der Finanzplatz Liechtenstein hat den Claim «Denken in Generationen» fest in seine Werte und Versprechen integriert. Dieser Ansatz bedeutet, dass Vermögenssicherung nicht nur für eine einzelne, sondern für mehrere Generationen konzipiert wird. Der Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung macht Liechtenstein zum idealen Standort, um Vermögenswerte langfristig zu schützen. Vertrauen ist dabei die Basis aller Lösungen.

Verwalten von Vermögen über Generationen hinaus hat in Liechtenstein Tradition. Heute trägt eine breite Palette von Gestaltungsmöglichkeiten dazu bei, dass sich Liechtenstein als attraktiver Standort für Treuhand- und Stiftungsgeschäfte etabliert hat. Der Finanzplatz sticht hervor durch Stabilität, Konformität und Innovation.

Politische und wirtschaftliche Stabilität

Die konstitutionelle Erbmonarchie basiert auf einer demokratisch-parlamentarischen Grundlage von 1719. Die Fürstenfamilie denkt in Generationen und verhindert kurzfristige Richtungswechsel. Liechtenstein ist eines der wenigen Staaten ohne Staatsverschuldung und verfügt über ein AAA-Rating von S&P Global Ratings. Der Marktzugang zur Schweiz und zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in Kombination mit dem Schweizer Franken als Landeswährung ist ein Alleinstellungsmerkmal.

Konform mit internationalen Standards

Liechtenstein bietet ein sicheres Regulierungsumfeld, das internationalen Standards entspricht. Die liechtensteinischen Gesetze und Vorschriften sind transparent und bieten einen rechtlichen Rahmen, der den Schutz von Vermögen generationsübergreifend gewährleistet. Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) überwacht sämtliche Finanzdienstleister und stellt mit verschiedenen Massnahmen sicher, dass die Geschäfte regelkonform ausgeübt werden. Im Gegensatz zur Schweiz fallen in Liechtenstein auch die Treuhänder unter die Aufsicht der Behörde.

Mit der Zeit gehen

Seit 1926 sind Trusts und Stiftungen in Liechtenstein im Personen- und Gesellschaftsrecht verankert. Treuhandgesellschaften wurden gegründet, um Vermögenswerte effizient zu verwalten und den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Im Laufe der Jahre wurden die Rechtsgrundlagen zur Stärkung des Treuhandwesens und der Stiftungstätigkeit stetig weiterentwickelt, um Transparenz zu schaffen und Missbrauch zu verhindern.

Wirtschaftsprüfer: wichtiges Bindeglied

Die Zukunft ist ungewiss. Wer Vermögen langfristig vererben möchte, geht bestimmte Risiken ein. Das frühzeitige Einbeziehen von qualifizierten Fachleuten trägt dazu bei, diese Risiken zu minimieren. Wirtschaftsprüfer spielen dabei eine wichtige Rolle.

In einem komplexer werdenden Umfeld gehen die Aufgaben des Wirtschaftsprüfers vermehrt über die traditionelle Berichterstattung von Jahresabschlüssen hinaus. Dazu zählen unter anderem die Überwachung der Vermögensverwaltung, die Durchführung von Compliance-Prüfungen oder die Berichterstattung an Treuhänder, Protektoren, Begünstigte und andere Anspruchsgruppen über die Einhaltung des Stifterwillens. Je älter das vererbte Vermögen, desto grösser die allgemeine Forderung nach mehr Transparenz und mehr Sicherheit. Die genauen Aufgaben und Verantwortlichkeiten hängen von den spezifischen Anforderungen und Zielen des Erblassers ab.

Die Wirtschaftsprüfer müssen von der FMA zugelassen sein. Sie sind zur Unabhängigkeit und Integrität verpflichtet und erfüllen ihre Aufgaben nach international anerkannten Berufsgrundsätzen.  Vertrauen kann nicht gekauft werden, sondern muss verdient werden. Die Wirtschaftsprüfer leisten dazu ihren Beitrag als unabhängige und fachkundige Sachverständige.

Claudio Tettamanti, Vorstandsmitglied Liechtensteinische Wirtschaftsprüfer-Vereinigung

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